Erstiwoche an der MLU in Halle

Studium

Hey da,

willkommen zurück. Die erste Woche in Halle ist heil überstanden und ich dachte, ich erzähl dir in diesem Post ein bisschen was darüber.

Angefangen hat natürlich alles mit meinem Umzug nach Halle. Der fand nämlich Samstag vor der Erstie Woche statt. Wie ich bereits im vorigen Post erwähnt habe, war ich so glücklich, noch ein WG-Zimmer in einer 2er WG im Studentenwohnheim zu ergattern, und da bin ich erst einmal mit meiner Mutti, Schwester und meinem ganzen Zeug von Zuhause hingefahren. Dort haben wir dann das Auto (was schon ganz schön voll war) ausgeladen und sind hinterher nochmal zu Ikea gefahren. Das gute am Wohnheim ist, dass in meinem Zimmer schon Bett, Schreibtisch, Schrank und Regal vorhanden waren. Darum haben wir dann nur noch Kleinigkeiten und einen neuen Schreibtischstuhl gekauft. Nachdem wir das abends aufgebaut haben, sind meine Mutti und meine Schwester zurück nach Hause gefahren und ich habe die erste Nacht in Halle geschlafen, wenn auch leider nicht besonders gut (haha).

Am nächsten Tag (Sonntag) ist mittags meine Mitbewohnerin eingezogen, welche super nett ist, und ich habe mich mit einer alten Klassenkameradin getroffen, die mittlerweile im dritten Semester hier Medizin studiert. Da wir uns eine ganze Weile nicht gesehen hatten, haben wir natürlich über alles Mögliche und Medizin geredet. Es war echt hilfreich, weil ich ihr meine ganzen Fragen stellen konnte und sie mir jetzt Tipps gegeben hat.

Und dann stand auch schon die Erstie-Woche an…

Am Montag ging es los mit der Erstie-Rallye. Hier haben wir Erstsemester der Medizin uns vor dem Anatomie-Institut getroffen und von den Drittis empfangen. Sie haben uns dann in mehrere Gruppen aufgeteilt und uns erklärt, dass wir jetzt ein bisschen durch Halle ziehen würden, um die Stadt, den Medizin-Campus und uns untereinander kennenzulernen. Hierbei möchte ich erwähnen, dass so eine Rallye super ist, um neue Kontakte zu knüpfen, da die Gruppen gemischt werden und sich eh keiner kennt. Die Tour war dann nach ungefähr 2 Stunden vorbei. Aber am Abend ging es dann schon weiter zur Ersti-Medizin Party im Turm. Auch dort hatte man die Chance, neue Leute zu treffen.

Selbst, wenn viele nicht gerade viel geschlafen hatten, fand schon am nächsten Tag (Dienstag) die sogenannte 0. Physik Vorlesung statt. Das war eine Art Einführung in die Vorlesungswelt der Physik und deswegen – glücklicherweise – nicht ganz so physikalisch. Wer Hilfe beim Wachbleiben brauchte, konnte sich auf unseren neuen Professor verlassen, der die Veranstaltung mit seinem Humor etwas auflockerte. Am Nachmittag gab es dann nochmal eine kurze Einführung in das Löwenportal/Stud.IP. Das sind zwei Onlineportale, über die man sich in Vorlesungen einträgt, seinen Stundenplan organisiert und seine Prüfungsergebnisse einsehen kann.

Am Mittwoch gab es eigentlich eine Begrüßung der Studenten durch den Studiendekan, zu der ich allerdings nicht hingegangen bin. Stattdessen war ich nämlich bei einer Veranstaltung namens „Studieren mit Handicap“, um zu herauszubekommen, wie das mit den Nachteilsausgleichen funktioniert. Das war ungefähr gegen halb zwölf zu Ende und ich habe noch schnell meine Unterlagen abgeholt und meinen Studentenausweis validiert. Dann bin ich mit der Straßenbahn heim gefahren. In dem Moment als ich ausgestiegen bin, habe ich auf meine Handy geschaut … „Schießerei in Halle…“. Ich bin also heim gelaufen und saß dann in meinem Zimmer, ohne zu wissen, was eigentlich vor sich geht. Das Einzige, was ich von dort mitbekommen habe, waren Polizeisirenen und Hubschrauber. Später habe ich dann herausgefunden, dass es ein rassistischer Anschlag in einer Straße war, in der ich eine WG-Besichtigung hatte und an der ich kurz nach der Tat noch mit der Straßenbahn vorbei gefahren bin (da war sie zwar schon gesperrt, aber ich wusste nichts bzw. dachte ich an nichts Schlimmes).

Am Tag später hatte sich der Schock etwas gelegt (aber er kommt immer wieder, wenn ich davon lese und mit ihm kommt Übelkeit). Am frühen Nachmittag gingen dann auch die Univeranstaltungen weiter und es hieß „Überlebenstraining“. Hier haben uns die Drittis wertvolle Tipps für das Studium mit auf den Weg gegeben und uns sogar kostenlos Waffeln gebacken. Abends hat sich noch unser Makro-Anatomie Professor vorgestellt und uns auch nochmal eine Einführung in Studium gegeben, die ganz lustig war. Außerdem haben sich verschiedene AGs präsentiert und wir haben noch einen Film geschaut, bei dem dann aber leider irgendwann der Laptop abgehangen hat.

Das Ende der Erste-Woche wurde am Freitag mit der Immafeier eingeläutet. Hier gab es einfach ganz viele Stände auf dem Uni-Platz, an denen man sich über Freizeitangebote informieren und ganz viel Gratis-Zeug abstauben konnte. Nachdem wir mehrere Runden rumgegangen waren, gingen wir in die Mensa und dann heim. Am Nachmittag trafen wir uns dann nochmal auf einen Kaffee und dann ging es abends noch zum Ersti-Grillen. Später waren wir dann auch noch etwas in der kleinen Ulli (Straße voller Kneipen) trinken.

Da ich Samstag heim gefahren bin, war in morgens nochmal schnell in der Bin, um über das Uni-WLAN mich für die Uni Lizenzen für Thieme/Amboss/Clinicalkey anzumelden. Darüber werde ich wahrscheinlich aber nochmal später schreiben.

Tja..das war also meine erste Woche. Zusammenfassend kann man sagen, dass sie ziemlich aufregend war – sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Aber trotz allem, bin ich relativ froh, hier gelandet zu sein 🙂

Hab einen super schönen Tag

Laura ∆

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